Fachklinisches Migräne-Diagnosezentrum
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Psychosomatische Erkrankungen

Unter psychosomatischen Erkrankungen versteht man körperliche Symptome, für deren Entstehung, Verlauf oder Verschlimmerung psychische oder emotionale Faktoren verantwortlich sind. Der Einfluss der Psyche auf den Körper ist ein schwer zu erfassendes Phänomen. Fest steht jedoch, dass psychosomatische Erkrankungen eine reale organische Grundlage haben. Ein Patient mit Magengeschwüren kann sich beispielsweise medizinisch behandeln lassen, seine Erkrankung äußert sich körperlich. Jedoch ist bekannt, dass bei vielen Erkrankungen psychische Faktoren einen großen Einfluss haben. Diese müssen individuell betrachtet werden und können dann im Rahmen einer Therapie aufgedeckt und bearbeitet werden.
Zu psychosomatischen Erkrankungen zählen beispielsweise Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, Störungen der Atmung, Störungen des Verdauungstraktes, bestimmte Kopfschmerzformen und Schlafstörungen. Essstörungen wie Bulimie (Ess-Brechsucht), Anorexia nervosa (Magersucht) u.s.w.
Bei all diesen Erkrankungen spielt Stress und seine Verarbeitung eine maßgebliche Rolle. Stress lässt sich nicht objektiv definieren. Er liegt dann vor, wenn die Belastung die Anpassungsmöglichkeiten des Betroffenen übersteigt. Dann kann der Körper bei entsprechender Sensibilität bestimmter Organsysteme oder Körperbereiche auf die Überlastung mit einer der oben genannten Krankheitsbilder reagieren.
Entsprechend der Ursache der Erkrankung wird sowohl medizinisch als auch psychologisch an das spezielles Problem herangegangen.