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Wenn die Angst übermächtig wird....
Es gibt jedoch Menschen, bei denen das Alarmsystem Angst, übersensibel reagiert. Der Körper reagiert dann mit starker Angst auf objektiv harmlose Reize. So bekommen manche Personen übermäßige Angstzustände, wenn sie ein Kaufhaus betreten sollen, einen Hund sehen, auf eine große Veranstaltung gehen oder vor einer größeren Gruppe reden oder essen sollen. Dies sind nur einige Beispiele für Situationen, die Menschen, deren Alarmsystem übersensibel reagiert, Angst machen können.
Von Angst im Sinne einer Erkrankung spricht man dann, wenn:
- die Angstreaktion der Situation nicht angemessen ist
- die Angst chronisch auftritt
- die Person keine Möglichkeit zur Erklärung oder Reduktion der Angst besitzt
- die Angst zu einer massiven Beeinträchtigung der betroffenen Person führt (z.B das Haus nicht mehr verlassen können, Situationen meiden, die man eigentlich gerne aufsuchen würde).
Auch bei Angsterkrankungen gibt es unterschiedliche Formen, die ein spezielles therapeutisches Vorgehen erfordern. Deshalb ist auch hier eine genaue Diagnose erster Schritt zu einer erfolgreichen Therapie. Die Erfolgsquote der psychotherapeutischen Behandlung von Angststörungen ist relativ hoch. So lassen sich z.B bei 70% der Patienten mit Panikanfällen die Anfallshäufigkeiten drastisch reduzieren. Die Prognose ist umso besser, je früher sich ein Patient in Behandlung begibt. Angst kann sehr quälend sein und einen Menschen extrem einengen und seiner Freiheit berauben. Zögern Sie daher nicht, wenn Sie sich in oben beschriebener Symptomatik wieder erkennen, sondern wenden Sie sich an einen Arzt Ihres Vertrauens.
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